Junges Mitteldeutsches Barockensemble (JMB)

„Ein Format das dringend nötig ist!“, so ermutigt Ton Koopman die Arbeit dieses Ensembles. Junge Barockmusiker aus Mitteldeutschland bekommen hier die Möglichkeit, historische Aufführungspraxis auf höchstem Niveau zu realisieren und dabei mit ihrer jugendlichen Spielfreude zu begeistern. Das Ensemble formierte sich 2014 und steht unter der musikalischen Leitung von Andreas Mitschke und dem Management von kultur_nah.

Auftakt und vielversprechender Glanzpunkt der musikalischen Arbeit bildeten Konzerte mit Martin Petzold sowie Auftritte im Rahmen des Stadtfest „1000 Jahre Leipzig“ und der Reihe „Schütz im Grassi“ mit Werken von Schütz, Schein, Rosenmüller und Bach. Aufführungen von J.S. Bachs Bauernkantate (u.a. an der historische Originalstätte, dem ehemaligen Rittergut Kleinzschocher) sowie der Bachschen Johannespassion mit dem Ensemble Amarcord zeigten das hohe professionelle Aufführungsniveau der jungen Musiker ebenso wie außerordentliche stimmliche Leistung und Ausdruckskraft der jungen Ensemblesänger.

Im Jahr 2017 wurde das Ensemble für Konzerte im Rahmen des “Kirchentages auf dem Weg”, der “Sächsischen Länderwoche in der Lutherstadt Wittenberg” und für das kulturelle Rahmenprogramm des “Weltkongresses der Reformierten Kirche” ausgewählt. Im Oktober 2018 führte das Junge Mitteldeutsche Barockensemble in der Leipziger Thomaskirche Händels “Messiah” in der neu im Verlag Breitkopf & Härtel erschienen kritischen Neuausgabe des Herausgebers Malcolm Bruno erstmalig in Deutschland auf.

Kernrepertoire des Ensembles bilden Werke mitteldeutscher Komponisten. Dieses reiche kulturelle Erbe auf höchstem Niveau lebendig zu halten und durch Einspielungen und internationale Auftritte zu repräsentieren, ist erklärtes Ziel des Jungen Mitteldeutschen Barockensembles. Die Bandbreite der musikalischen Projekte reicht dabei von Barockopern, Instrumentalkonzerten und Kantatenaufführungen bis zu Educationprojekten. Mit jugendlichem Enthusiasmus begeistert das Ensemble junge Musiker und Zuhörer gleichermaßen für Alte Musik und historische Aufführungspraxis.

Jan Pieterszoon Sweelinck: Psalm 23